Archiv für den Monat: März 2022

Wichtige Ankündigungen des Vorstandes

Meschner Treffen erneut verschoben!
Erneut schafft es die weiterhin aktive Pandemie, mit hohen Ansteckungsraten unsere Planungen zunichte zu machen. Es ist schon fast Routine, bei der Terminplanung neben dem bevorzugten Plan „A“ auch einen Plan „B“ vorzubereiten. So müssen wir leider unser Meschner Treffen in der Ilsfelder Gemeindehalle, am 30. April 2022 absagen und auf den Ausweichtermin am 24. September 2022, ebenfalls in der Ilsfelder Gemeindehalle hoffen.
Um nach so vielen Ausfällen unserer Treffen besser planen zu können, bitten wir erstmalig um eine Anmeldung vorab, wenn Ihr teilzunehmen beabsichtigt. Es geht hier nicht um eine verbindliche Buchung, sondern um eine Planungshilfe für die Organisatoren, welche zum Beispiel die Anzahl der Essensportionen beim Caterer vorab bestellen müssen. Bitte um eine kurze Nachricht, per Brief an Hugo Schneider, Lessingstraße 15, 74360 Ilsfeld, oder per E-Mail an meschner.nachbarschaft@web.de, mit der Anzahl der voraussichtlich teilnehmenden Personen.
Bis dahin kann in der Weltgeschichte und was verschiedene Mutationen betrifft, noch viel passieren – jedoch haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, wieder unseren normalen Veranstaltungsrythmus aufnehmen zu können.

Ein Schritt in diese Richtung kann an Pfingsten getan werden. Das Heimattreffen soll in diesem Jahr wieder real in Dinkelsbühl stattfinden und den erzwungenen virtuellen Rahmen verlassen. Wir möchten als Meschner Gruppe erneut auflaufen und uns endlich wieder mit Freunden zu einem schönen Fest verabreden. Also bitte das Pfingst- Wochenende 3.-5. Juni und ganz besonders den Sonntag vormerken und schon mal die Tracht auslüften und bügeln!

Bekannterweise findet Anfang August in Mediasch und Umgebung – dem Weinland also – eine Veranstaltungsreihe als „Kultursommer 2022“ statt. Wanderungen nach Baaßen, Kronenfest in Mardisch, ein zünftiger Ball und weitere Veranstaltungen in Mediasch, Reichesdorf, Wurmloch, Schlatt und Kirtsch sind geplant. Das genaue Programm wird sicher demnächst veröffentlicht. Es lohnt sich also nach Meschen zu fahren und mitzufeiern! Nach Möglichkeit soll ein Gottesdienst, eventuell auch ein Orgelkonzert in Meschen organisiert werden. Wir hoffen auf eine größere Gruppe reiselustiger Meschner.

Wer im August keinen Urlaub kriegen kann, der hat noch im Herbst eine ganz besondere Gelegenheit in die alte Heimat zu fahren: am 16.-17. September findet diesmal in Meschen das traditionelle Sachsentreffen statt, organisiert vom Siebenbürgenforum des DFDR gemeinsam mit dem Mediascher Forum. Dieses, seit 1991 und über viele Jahre in Birthälm stattfindende Treffen der Siebenbürger Sachsen, wird seit 2007 an wechselnden Orten organisiert: Hermannstadt, Bistritz, Kronstadt, Schäßburg, Mühlbach, Mediasch, Sächsisch-Regen und 2021 in Großau. 2022 wurde Meschen als Austragungsort festgelegt. Eine gute Gelegenheit für unseren Heimatort, den in der Regel etlichen hundert Gästen unsere schöne, geräumige Kirchenburg, die helle Kirche und nicht zuletzt die Gastfreundschaft näher zu bringen. Von den Organisatoren wird bewußt die Zusammenarbeit mit der HOG´s der Austragungsortschaften gesucht. Entsprechend sind wir in diesem Jahr gefragt und gefordert unseren Beitrag zu leisten. Deshalb hier der Aufruf, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen und durch Teilnahme und Beteiligung zum Gelingen des Sachsentreffens in Meschen beizutragen. Nicht ganz uninteressant ist, dass am  gleichen Wochenende in Mediasch das 5. Weinfest stattfindet.

Das unfassbare, schreckliche Kriegsgeschehn in der Ukraine hat zu einer großen Flüchtlingswelle geführt. Sicherheit suchende ukrainische Familien sind auch in Mediasch und in Meschen angekommen. Die besonders in der kalten Jahreszeit oft ungenutzten Räume des Meschner Gästehauses im alten Pfarrhaus, wurde vom Verwalter und Meschner Burghüter, Ladislau Ciocan, 3 Familien zur Verfügung gestellt. Der rumänische Staat hat zwar versprochen, hierfür finanzielle Unterstützung zu gewähren, jedoch mahlen auch in Rumänien die Mühlen der Bürokratie langsam. Laci Ciocan ist ohne zu zögern in Vorleistung gegangen und sichert erstmal ohne Garantie auf Kostenerstattung diesen Familien eine sichere, warme und auch noch sehr schöne Unterkunft. Ich finde dieses eine vorbildliche Initiative, welche Unterstützung verdient hat. Unserem Aufruf folgend, sind bereits einige Geldspenden eingegangen, welche wir für die Unkosten rund um die Unterbringung im alten Pfarrhaus zur Verfügung stellen. Da diese Hilfe noch längere Zeit notwendig bleiben wird, bitte wir um Eure weitere Unterstützung.

Hier möchten wir auch auf die Initiative von Christiane Wagner, die Frau unseres ehemaligen Pfarrers Wilhelm Wagner verweisen, deren Aufruf und Ansinnen in einem vorigen Beitrag veröffentlicht ist und weitere Möglichkeiten notleidenden Personen und Familien zu helfen aufzeigt. Auch hier bitten wir um Unterstützung und Mithilfe!

Der Vorstand der Siebenbürger Nachbarschaft Meschen e.V.
Hugo Schneider (1. Vorsitzender)

Ukraine Flüchtlingen helfen

Eine weitere Möglichkeit wie man Flüchtlingen aus der Ukraine die in Rumänien gestrandet sind helfen kann ist die Initiative der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien.

Hier ist auch Frau Christiane Wagner, die Frau unseres ehemaligen Pfarrers Wilhelm Wagner, engagiert . Hier möchte ich ihren Aufruf der mich per E-Mail erreicht hat zitieren:

Liebe Leitung der Siebenbürger Nachbarschaft Meschen! 

Angesichts der schrecklichen Bilder von verzweifelten ukrainischen Flüchtenden hat mein Freundeskreis und ich den Beschluss gefasst, eine Hilfsaktion ins Leben zu rufen. Unser Plan: Wir suchen Unterkünfte in Siebenbürgen für die Schutzbedürftigen, die erstmal in Rumänien bleiben wollen. Diesbezüglich zeichnet sich eine Gesinnungsänderung der Flüchtenden ab. Während die ersten so schnell wie möglich in weitere europäische Länder ziehen wollten, wo sie auf mehr Unterstützung hofften, so nimmt nun die Zahl derer, die in Rumänien bleiben wollen,  erstaunlich rasch zu. Haben wir solche Unterkünfte für diese verzweifelten schwer traumatisierten Frauen und Kinder, so möchten wir sie mit  Hilfsgütern bestücken und dann  Flüchtlinge von der Grenze holen. 

Inzwischen ist es uns auch gelungen, einige Anlaufstellen, wie das Hermannstädter Bischofsamt , die Kronstädter Diakonie usw. für unser Projekt zu gewinnen, kommen aber nun an einen Punkt, wo wir auf  die Hilfe der HOGs angewiesen sind. Für das Problem Unterkünfte schwebt uns folgendes vor:

a) Siebenbürger, die die Heimat nicht verlassen haben, nun aber älter und vielleicht einsam sind, deren Kinder meist in der Bundesrepublik leben, und die darum bereit wären, eine ukrainische Mutter mit ein/ zwei Kindern aufzunehmen. Aus unserer Sicht könnte es eine Win Win Situation werden.Die Besitzer der Häuser bekämen Unterstützung bei Arbeiten, die ihnen zunehmend schwerer fallen und sie bekämen eine kleine Ersatzfamilie, die sie vor Einsamkeit bewahrt. Im Gegenzug bekämen die Flüchtenden erstmal ein Dach über dem Kopf, einen ersten sozialen Kontakt und auch eine sinnvolle Aufgabe, was bei Heimweh bekannterweise das wirksamste Mittel ist. ( Als Spätaussiedler durften wir die Erfahrung doch auch machen).

b) Siebenbürger, die bei der Ausreise ihr Haus / Hof behalten haben, um immer wieder in die Heimat fahren zu können, deren Besuche dort altersbedingt aber immer seltener werden. Möglicherweise würden sie ihr Haus dort gerne an schutzbedürftige Kriegsflüchtlinge, die alles verloren haben, vermieten, eine bewohnte Immobilie verfällt nicht so rasch wie eine leerstehende. Gleichzeitig hat man das gute Gefühl, Hilfe in Not geleistet zu haben. Sachlage in Rumänien, Stand heute 17.03.21: viele Flüchtende tragen  nichts als einen Beutel mit Habseligkeiten bei sich!! Sie haben alles verloren und kein Zuhause mehr!Unser Bitte an die HOG Meschen: wäre es möglich, uns Kontakte zu Personen herzustellen, an die wir mit unserem Anliegen herantreten können, Menschen, die unter Umständen bereit wären, jemandem unter bestimmten Voraussetzungen eine Zeit lang ein Dach über dem Kopf zu geben.

In der Hoffnung auf eine Zusammenarbeit grüßt Christiane Wagner

Wer hier helfen möchte kann sich per E-Mail an die Siebenbürger Nachbarschaft Menschen wenden. Wir werden die Mail an Frau Wagner weiterleiten.

Und hier der Aufruf aus der Siebenbürgischen Zeitung zu dem gleichen Thema:

Aufruf der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR)

Im Rahmen der vielfältigen Bemühungen in der rumänischen Gesellschaft arbeitet auch die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien (EKR), um das Leid und die Not der Flüchtlinge aus der Ukraine, unserem Nachbarland, zu lindern. In den landeskirchlichen Erholungsheimen, in Pfarr-, Gemeinde- und Wohnhäusern der Kirche haben die Familien, vornehmlich Frauen und Kinder, Zuflucht und Schutz gefunden, Betreuung und Fürsorge erfahren.

Nachdem gerade die Begegnungsstätten in Michelsberg und Wolkendorf, aber auch die Jugend- und Gemeindehäuser verbindlichen Buchungen und Terminen, besonders in der Saison, entgegengehen, wollen und müssen wir Ersatzmöglichkeiten schaffen.

Darum fragt die Heimatkirche hiermit an, ob und für wie lang Schwestern und Brüder, die noch Häuser in unseren Gemeinden haben, bereit sind, diese für die Aufnahme von Flüchtlingen bereitzustellen. Das Landeskonsistorium kann sich bemühen, eine Pauschale für den Aufenthalt ab einem Monat als Unterstützung dieser christlichen und diakonischen Hilfestellung zu vermitteln. Wir bitten Rückmeldungen der Kanzlei des Landeskonsistoriums zukommen zu lassen per Mail an: ekr.landeskon@evang.ro, telefonisch unter (0040-729 056390, um gemeinsam über die Möglichkeiten zur Durchführung zu beraten.

Hauptanwalt Friedrich Gunesch

Siebenbürgischen Zeitung vom 28.03.2022

Erklärung der Evangelischen Kirche A.B. 

Erklärung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien betreffend die Erhaltung des baulichen Erbes in den Kirchengemeinden sowie auf Bezirks- und Landeskirchenebene 

Die Evangelische Kirche A.B.in Rumänien begrüßt die Initiative von siebenbürgisch-sächsischen Heimatortsgemeinschaften, Vereinen, Stiftungen oder anderen gemeinschaftlichen Organisationen, sich für die Erhaltung des baulichen Erbes ihrer Gemeinden in Rumänien einzusetzen. Es ist offenkundig, dass dort, wo ehemalige Pfarrhäuser, Lehrer- oder Predigerwohnungen, ehemalige Schulen, evangelische Gemeindesäle oder sonstige Räumlichkeiten sich noch im kirchlichen Besitz befinden und gemeinschaftlich genutzt werden, das Interesse und der Zusammenhalt auch der ausgewanderten Gemeindemitglieder gefördert werden. Die heranwachsende Generation der Ausgewanderten fragt vielfach nach ihren Wurzeln und kann zu diesen leichter zurückfinden, wenn sie im Heimatort ihrer Eltern eine Anlaufstelle hat. Leider sind in den letzten Jahren in vielen Ortschaften Gemeinschaftsgebäude dem Verfall preisgegeben worden, so dass mangels Interesse seitens der ehemaligen Bewohner der Verkauf die einzige Möglichkeit war, den völligen Wertverlust zu vermeiden. Sind diese Gebäude in einer Ortschaft aber einmal veräußert, wird eine Fortsetzung des gemeinschaftlichen Lebens, in welcher Form auch immer, schwer möglich sein. Deshalb ruft die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien die Heimatortsgemeinschaften, aber auch sonstige Verbände oder Initiativgruppen auf, das in den Ortschaften noch befindliche bauliche Gemeinschaftseigentum zu erhalten und im Interesse der zukünftigen Generationen, die Siebenbürgen wiederentdecken, zu nutzen. 

Mit dieser Erklärung baut die ERK auf weitere gemeinsame Initiativen mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien und dem Verband der Heimatortsgemeinschaften auf, sowohl betreffend die Zweitmitgliedschaft und Integration von Rückkehrern als auch im Umgang mit gefährdeten Bauwerken. 

Auch wir können helfen!

Durch den unsäglichen Krieg in der Ukraine, haben auch in Mediasch und Meschen Familien Unterkunft gefunden. Einige von Ihnen auch in den Gästehäusern die Ladislau (Laci) Ciocan betreibt, welcher die benötigten Zimmer zur Verfügung gestellt hat.

Auf Nachfrage habe ich folgende Info von Laci erhalten:
„Servus Hugo, Du darfst gerne Fotos posten in der Meschner Gruppe. Ich freue mich sehr, dass Ihr uns unterstützen wollt. Ich habe auch beim Konsistorium seit einer Woche gefragt ob sie die Miete für das Pfarrhaus erlassen könnten, für den Zeitraum in dem die Flüchtlinge hier sind. Ich warte noch auf eine Antwort. Es sind im Meschen 3 Familien untergebracht. 6 Erwachsene und 5 Kinder, alle aus Odessa. In Mediasch habe ich eine Lehrerin und ihren Vater untergebracht, beide aus Kiev . Die Lehrerin unterrichtet von hier, online, ukrainische Kinder und auch Kinder die in der Umgebung von Mediasch untergekommen sind. Ich schicke Dir ein paar Fotos. Liebe Grüße, Laci“.

Der rumänische Staat hat zwar versprochen, hierfür finanzielle Unterstützung zu gewähren, jedoch mahlen auch in Rumänien die Mühlen der Bürokratie langsam. Laci Ciocan ist ohne zu zögern in Vorleistung gegangen und sichert erstmal ohne Garantie auf Kostenerstattung diesen 4 Familien eine sichere, warme und auch noch sehr schöne Unterkunft.Ich finde dieses eine vorbildliche Initiative, welche Unterstützung verdient hat. Das tun wir mit dieser Veröffentlichung, jedoch kann noch mehr getan werden.

Für den Unterhalt des Meschner Gästehauses (Heizung, Wasser, Strom, Miete …) kommt als Pächter Laci Ciocan auf. Als Privatperson kann jeder Laci finanziell unterstützen, das kann, wenn dieses beschlossen wird, auch unser Nachbarschaftsverein tun – was wir aber auch ohne Beschluss bereits tun können, ist die (Geld-) Spenden zu sammeln und diese nach Meschen zu überweisen. Die Spender erhalten vom Verein dann eine Spendenbescheinigung, so dass die Spende von der Steuer abgesetzt werden kann. Herzlichen Dank m Voraus!

Die Bankverbindung lautet: Siebenbürger Nachbarschaft Meschen e.V.
Volksbank Beilstein-Ilsfeld-Abstatt eG
IBAN: DE56 6206 2215 0051 9900 08
BIC: GENODES1BIA
Verwendungszweck: Unterhaltskosten Pfarrhaus für Flüchtlinge